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Gutachterverfahren Altes Schulareal Lenzing

Kenndaten
 
Planungszeit:  2014 - 2018     Siegerprojekt
Bauherr: GSG Gemeinn. Siedlungsgesellschaft
Adresse: 4860 Lenzing, Franz Auracher Straße / Max Winter - Straße
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Leitidee - Wohnen im Park, Bebauung

Leitidee für beide Bauteile des neuen Wohnquartiers ist leistbares WOHNEN IM PARK.
Zur Erzielung maximaler Freiraumqualität für alle Wohnungen werden für Bauteil A sieben freistehende Punkthäuser und für Bauteil B ein Wohnhoftypus mit grüner Lunge vorgeschlagen.

Bauteil A
Die sieben solitären Punkthäuser mit insgesamt 140 Wohnungen werden in das nach Süden regelmäßig abfallende Gelände eingebettet.
Die versetzte Anordnung der sieben Baukörper an den vier Rändern der Liegenschaft garantiert größtmögliche freie Sicht für alle Wohnungen und großzügig begrünte Binnenräume zwischen den Objekten.
Der erhebliche Höhenunterschied des Grundstückes in Nord-Süd-Richtung (10 Meter) wird einerseits durch einen halbgeschoßigen Höhenversatz der Wohnhäuser und andererseits durch drei dem Hangverlauf entsprechend gestaffelten Grünterrassen bewältigt.
Die kompakten Parkvillen werden diagonal nach Süden verdreht, wodurch alle Wohnungen optimale Belichtungs- und Besonnungsverhältnisse haben und somit nordorientierte Räume vermieden werden.

Bauteil B
Ein klar ausgeformt, annähernd quadratischer Solitär - in der Sockelzone nach Süden offenem Innenhof - besetzt im Dialog mit den Punkthäusern im Norden des Bauteiles A den südöstlichen Bereich der Liegenschaft an den beiden Straßenzügen.

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Gebäudetypus, Wohnungsschlüssel

Gebäudetypus Bauteil A
Über einen quadratischen Grundriss entwickelt sich um ein zentrales, flächenminimiertes Stiegenhaus mit halbgeschoßig versetzen Eingangsebenen, Durchlader- Lift und Tageslichtschacht ein Regelgeschoß als Vierspänner mit jeweils über Eck ausgerichteten Wohnungen.
Die in Varianten entwickelten Bausteine für zwei- und drei Zimmerwohnungen können nach Bedarf für die einzelnen Punkthäuser zusammengesetzt werden.
Somit kann eine Vielzahl von unterschiedlichen Punkthäusern in der Addition entwickelt werden.
Für die Bebauungsstudie wurden sieben Varianten aus der Vielzahl der Möglichkeiten exemplarisch dargestellt.

Gebäudetypus Bauteil B
In einem klar strukturierten fünfgeschossigen Baukörper mit quadratischem Grundriss bildet, über einem offenen aufgestelzten Sockelgeschoß, eine Doppelzeile aus Ost- und Westriegel in Kombination mit zwei Einschubelementen als Süd- und Nordblock einen quadratischen, begrünten Innenhof.
Zwei einläufige Stiegenanlagen mit Aufzügen und Laubengangstichen dienen als offene gedeckte oder auch eingehauste Erschließungselemente der vier Wohngeschoße.

Wohnungsschlüssel Bauteil A
Der, aufgrund der WohnungswerberInnen abgeleitete, Wohnungsschlüssel kann mit der vorgeschlagenen Gebäudetypologie grundsätzlich in jedem einzelnen Punkthaus, in den Bauetappen aber auch für die gesamte Siedlung einfach erfüllt werden.

Wohnungsschlüssel Bauteil B
Der gewünschte Wohnungsmix von grundsätzlich zwei- und drei Zimmerwohnungen in unterschiedlicher Größe kann im fünfgeschossigen Hofhaus mit seiner Doppellaubengangerschließung sowohl in den Regelgeschoßen als auch insgesamt erfüllt werden.

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Freiraumkonzept, Material- und Farbkonzept

Zur Vertiefung der Leitidee WOHNEN IN PARK ist eine professionelle Weiterbearbeitung des grundsätzlich angedachten Grünraumkonzeptes zu empfehlen.
Wobei für ein vertieftes Bepflanzungskonzept die vorgegebenen Erdkoffer zwischen den Tiefgaragenabschnitten, die barrierefreie Wegeführung zu den Stiegenhäusern der Parkvillen und die Höhenlage der drei TG-Abschnitte zu berücksichtigen war.
Die Terrassierung des Freiraumes ergibt sich aus den jeweiligen Höhenlagen der diagonal von Osten nach Nord-Westen verlaufenden Hangschichtenlinien.

Aus wirtschaftlichen Gründen wird für alle Wohnobjekte eine konventionelle Massivbauweise mit außen liegenden Vollwärmeschutz vorgeschlagen.
Die architektonische Qualität der einzelnen Baukörper wird grundsätzlich mit differenzierter Plastizität in unterschiedlicher Baumassenverteilung erzeugt.
Lochfassaden mit funktionell gesetzten Fenster- und Türöffnungen komplettieren das Gestaltungskonzept.
Mit der Ausbildung von Balkonbrüstungen in Leichtbauweise unterschiedlicher Farbgebung können sich die solitären Objekte zusätzlich identitätsstiftend voneinander unterscheiden.

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Fotos: © Rupert Steiner

 
weitere Informationen ...
Das Projekt wurde im Rahmen des OÖ Wohnbaupreises 2018 der Wirschaftskammer OÖmit dem 1. Platz in der Kategorie ländliches Bauen ausgezeichnet.
 
Publikationen:
Wohnbaupreise 2018 verliehen, WKO OÖ, 19.12.2018
OÖ Wohnbaupreis 2018 gewonnen, GSG, 2019
 
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